{Rezension} Wüstenblume von Waris Dirie

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Titel: Wüstenblume
Originaltitel: Desert Flower
Autorin: Waris Dirie
Genre: Sonstige Belletristik
Verlag: Droemer/Knaur
ISBN-13: 9783426783429
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 400 Seiten

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Kurze Beschreibung:

Wüstenblume beschreibt den Lebensweg von Waris Dirie, wie sie als 5-jähriges Mädchen in ihrer Heimat Somalia beschnitten wurde und wenig später von zu Hause weglief um der Zwangsverheiratung mit einem alten Mann zu entgehen.

Von nun an ist Waris auf sich selbst gestellt, zuerst kommt sie bei Verwandten in Mogadischu unter bis sich ihr schließlich die große Möglichkeit auftut mit dem somalischen Botschafter noch London zu gehen um in seinem Haushalt die Stellung des Dienstmädchens einzunehmen. Waris erkennt ihre Chance und hängt alles daran in dem fremden Land ihren Weg zu gehen.

Meine Meinung:

Eigentlich sollte man ja meinen das Biographien staubtrocken und eher weniger spannend sind. Wer dies glaubt wird durch "Wüstenblume" schnell eines besseren belehrt. In ihrem Buch beschreibt Waris eindrücklich und mit viel Emotionen ihren Lebensweg, angefangen von ihrer Kindheit die sie in Somalia als Nomadin verbracht hatte bishin zu ihrem Weg nach London und ihrer darauffolgenden Erfolgsgeschichte als Model und Sonderbotschafterin.

Am beeindruckensten fand ich wie farbenfroh und bunt Waris ihre Kindheit in Somalia (Afrika) schreibt. Die weit ausgeschmückten Beschreibungen versetzten einen Mitten in die afrikanische Wüste, aber man wird nicht nur mit den schönen seiten des Nomadenlebens bekannt gemacht sondern auch über die Schwierigkeit der dort herschenden Lebensbedingungen wie die Suche nach Wasser und der harte Kampf um Nahrung und Kleidung aufgeklärt. Bei "Wüstenblume" steht trotz des allgemein schwierigen Lebens in der Wüste etwas ganz anderes im Vordergrund, nämlich die sogennante Beschneidung der afrikanischen Mädchen (Frauen) und die sozialle Stellung der Frau in der Gesellschaft. Mit treffenden Worten beschreibt Waris welchen Schaden die Mädchen bzw. Frauen durch diese genitale Verstümmelung ihr ganzes Leben lang erfahren müssen. Ich war von der schrecklichen Art wie der ganze Prozess von statten geht so gerührt das kein Auge trocken blieb!

Waris' Mutter die bei ihrer Beschneidung mit dabei war nimmt eine wichtige Stellung in ihrem Leben ein. Als ihr Vater sie an einen alten Mann verheiraten will um eine ordentliche Anzahl an Kamelen für seine rebellische Tochter zu bekommen hilft ihre Mutter ihr und so kann sie fliehen. Geschwächt durch die anstrengende Flucht sucht die junge Waris Zuflucht bei ihren Verwandten in Mogadischu. Durch einen Zufall bekommt sie die Gelegenheit mit dem somalischen Botschafter als Dienstmädchen nach London zu reisen. Diese Gelegenheit packt die zielstrebige Waris beim Schopfe mit dem Gedanken etwas aus ihrem Leben zu machen.

Mit Neugier habe ich den weiteren Weg der Somalierin verfolgt und mehrmals mitgefiebert als sie sich in brenzligen Situationen durchschlagen und behaupten musste. Besonderst schön fand ich in dieser Sonderausgabe die Abbildung einiger Filmfotos (in der Mitte des Buches) und die im Anhang abgedruckten Zeitungsartikel über die kämpferische Somalierin. Wie schon erwähnt wurde die Lebensgeschichte die Waris mit Wüstenblume zu Papier brachte verfilmt und feiert Ende September 2009 ihren Bundestart in Deutschland.

Mein Fazit:

Das Buch Wüstenblume hat weltweit millionen Leser und Leserinnen zu Tränen gerührt, jetzt wurde die bewegende Lebensgeschichte der Waris Dirie verfilmt. Man darf also gespannt sein ob der Film am Erfolg des Romanes anknüpfen kann! Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen: Starke Frau – Starkes Buch .!!!.

★★★★★

 

7 Kommentare

  1. Das 2. Buch von ihr hat mich dann aber nur noch geärgert. Nicht nur aufgrund der permanenten Wiederholung von Begebenheiten, von denen bereits im Vorgängerbuch zu lesen war, sondern auch, weil man die ganze Zeit das Gefühl nicht loswurde, dass einfach nur wahllos irgendwelche Ereignisse zusammengeflickt wurden, nur um noch ein Buch auf den Markt zu bringen. Man vermisst nicht nur einen roten Faden.
    Auch die Grundaussage des Buches bleibt fraglich und überhaupt verliert Waris mit vielen ihrer arroganten Ansichten an Sympathie. Tatsächlich scheint sie vergessen zu haben, wie ihre Vergangenheit wirklich aussah, anfühlte, schmerzte. So habe ich mich ernsthaft gefragt, wieso sie sich genötigt sah, sich in diesem 2. Buch u.a. detailliert über den P.en.is ihres Sohnes auszulassen. Gerade von einer Frau, die selbst als Kind beschnitten wurde, erwartet man anderes.

    Schönes WE!
    JED

  2. Ich habe heute mit Kolleginnen über das Buch gesprochen, ich kann es glaube ich nicht lesen, wenn das mit der Beschneidung so schlimm dargestellt wird. Ich habe das als Kind im Fernsehen in einer Doku gesehen und bin seitdem ziemlich sensibel was das Thema angeht… .!!!.

  3. Ich habe das Buch vor langer Zeit gelesen. Es war sehr bewegend. Die Fortsetzung kenne ich jedoch nicht. Es wurde ja mittlerweile auch verfilmt. Ich habe den Film aber noch nicht gesehen.

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