{Rezension} Aristophania 1 – Das Reich Azur von Xavier Dorison & Joël Parnotte

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Titel: Das Reich Azur
Originaltitel: Aristophania – Le Royaume D’Azur
Reihe: Aristophania (Band 1 von 4)
Autor: Xavier Dorison
Illustrator: Joël Parnotte
Übersetzerin: Tanja Krämling
Genre: Comic
Verlag: Splitter Verlag
ISBN-13: 978-3962193898
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 64 Seiten
Preis: 16,00 €
Erschienen: Januar 2020

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Es waren einmal drei Geschwister, die lebten arm, aber glücklich mit ihren Eltern in Marseille. Doch eines Tages kommt ihr Vater unter ungeklärten Umständen zu Tode, woraufhin sie Besuch von einer geheimnisvollen Dame erhalten, die ihnen einen magischen Würfel schenkt. Die Jahre ziehen ins Land. Dann wird ihre Mutter unrechtmäßig ins Gefängnis gesperrt. In seiner Verzweiflung wirft der Älteste der Drei den Würfel, und die Fremde kehrt zurück! Sie stellt sich als Aristophania Bolt vor, und sie lädt die Geschwister ein, mit ihr im Königreich Azur zu leben, einem magischen Ort voller Wunder.

Quelle: Splitter Verlag

Auf diesen Comic hatte ich mich seit der Verlagsvorschau riesig gefreut! Ein Comic im Zeichen von Mary Poppins – Das durfte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen! Und dann auch noch das wunderschöne grüne Cover. Große Liebe auf den ersten Blick!

Der erste von vier geplanten Bänden der Reihe »Aristophania« von Xavier Dorison & Joël Parnotte trägt den Titel »Das Reich Azur« und beginnt zunächst alles andere als märchenhaft. Die Geschichte entführt uns in das Frankreich des Jahres 1900, wo die drei Kinder Basile, Victor und Calixte der Familie Francoeur zuerst ihren Vater verlieren und schließlich auch noch die Mutter durch eine Verquickung unglücklicher Ereignisse ins Gefängnis gehen muss.

Aus Aristophania - Das Reich Azur, Seite 27
Aus Aristophania - Das Reich Azur, Seite 27

Was hat das ganze nun mit Mary Poppins zu tun? Ähnlich wie in der Geschichte von Pamela Lynwood Travers geht es auch im Comic um Kinder, deren Leben mit „etwas“ Magie bereichert wird und sich dadurch schlagartig ändert, in ihrem Fall durch die ältere Dame Aristophania. Diese war mit ihrem Vater Clément befreundet, der nur zum Vorwand in einer Marsailler Fabrik schuftete und eigentlich auf der Suche nach der Morgenrot-Quelle war. Nachdem die Kinder nun heimatlos sind, nimmt sie Aristophania unter ihre Fittiche und der neugierigen Bande präsentiert sich eine ganz neue Welt zum Entdecken, das Reich Azur.

Aus Aristophania - Das Reich Azur, Seite 33
Aus Aristophania - Das Reich Azur, Seite 33

Xavier Dorison hat sich ein mitreißendes Märchen ausgedacht, welches in die ein düsteres Frankreich entführt und mit einem magischen Kindermädchen auftrumpft, das gut und gerne eine ältere und undurchschaubarere Version von Mary Poppins abgibt. Die stimmigen Zeichnungen von Joël Parnotte lassen nicht nur das Setting lebendig werden, sondern geben auch den kantigen Charakteren eine Form. Ich bin einfach unglaublich hingerissen von den aufgeweckten Kindern und der feinen alten Dame, die, wenn es sein muss, auch einem gestandenen Mannsbild zeigen kann was ein Haken ist.

Bei diesem Comic handelt es sich um den Auftakt zu einer 4-teiligen Reihe, der auch auf keiner anderen Geschichte aufbaut. Deshalb eignet sich »Aristophania« wunderbar als Objekt für Comic-Neueinsteiger. Zudem lässt sich dem Handlungsverlauf in den übersichtlich angeordneten Panels leicht folgen.

In gespannter Erwartung auf die Weiterführung der Geschichte, bin ich sehr froh, dass die Wartezeit auf den Folgeband »Aristophania – Der Verbannte König« nicht lange andauern wird. Dieser wird nämlich bereits ab August 2020 erhältlich sein.


Ein düsteres Comic-Märchen mit einer Prise Mary-Poppins-Charme und einem Löffel voll Magie.

★★★★★

Xavier Dorison studierte eigentlich an einer Hochschule für Wirtschaft, an der er auch ein Comic-Festival organisierte. Mit dem Skript für »Das dritte Testament« (gezeichnet von Alex Alice) gelang ihm jedoch auf Anhieb ein Bestseller, sodass er in der Folge nur noch als Autor tätig war. Alles, was Xavier anfasste, gelang: »Prophet« mit Matthieu Lauffray, »Heiligtum« mit Christophe Bec, »W.E.S.T.« mit Fabien Nury und Christian Rossi und nicht zuletzt »Undertaker« mit Ralph Meyer, sein bisher größter Erfolg. Dabei wechselt er scheinbar mühelos zwischen den Genres und Stilen, sodass ihm inzwischen sogar die legendäre Serie »Thorgal« anvertraut wurde.

Quelle: Splitter Verlag


Dieser Auftakt hat mir außerordentlich gut gefallen […]
Buchperlenblog

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