{Rezension} Liberty Bessie: Eine Pilotin aus Alabama von Jean-Blaise Djian, Pierre-Roland Saint-Dizier & Vincent

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Titel: Liberty Bessie: Eine Pilotin aus Alabama (Band 1 von 2)
Originaltitel: Liberty Bessie – Un Pilote de L‘Alabama
Autoren: Jean-Blaise Djian, Pierre-Roland Saint-Dizier
Übersetzer: Harald Sachse
Illustrator: Vincent
Genre: Comic
Verlag: Splitter Verlag
ISBN-13: 978-3962194062
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 56 Seiten
Preis: 16,00 €
Erschienen: 13. Dezember 2019

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Es ist der Traum vom Fliegen, den Bessie Bates Ende der 40er Jahre in Alabama träumt. Seit drei Jahren müht sie sich jeden Tag auf dem Flugplatz ab, um ihre Pilotenlizenz zu erhalten. Aber Bessie ist eine Frau und farbig. Und in den USA zu ihrer Zeit herrscht unangefochten die Rassentrennung. Als Bessie eines Tages die Erkennungsmarke ihres Vaters in die Hände fällt, eines Piloten und Kriegshelden, der beim Einsatz in Europa verschollen ist, beschließt sie, seine Spur aufzunehmen. Ihr erster Stopp: Paris, wo sie eine Anstellung als Co-Pilotin erhält. Und schon ist sie dem Himmel einen Schritt näher…

Quelle: Splitter Verlag

In »Liberty Bessie: Eine Pilotin aus Alabama« von Jean-Blaise Djian, Pierre-Roland Saint-Dizier & Vincent geht es nach Amerika, zurück in die 40er Jahre, in der Rassentrennung herrscht und der Zweite Weltkrieg besondere Maßnahmen erfordert. So wird es in dieser Zeit auch Afroamerikanern ermöglicht den Pilotenschein zu machen und durch die militärische Einheit der »Tuskegee Airmen« ihrem Land den Kriegsdienst zu erweisen.

Bessie Bates Vater war Teil der »Tuskegee Airmen«, die auch als »Red Tails« bekannt waren, und verlor bei einem Einsatz sein Leben, sodass sein bester Freund Roscoe ohne ihn heimkehren musste. Bessie möchte trotz aller Vorbehalt, ihrer verbliebenen Familie, ihrem Vater nacheifern und träumt davon, selbst eines Tages Pilotin zu werden. Mit der Unterstützung Roscoes lernt Bessie das Fliegen und lässt sich auch von der Rassenordnung, die die Afroamerikaner in allen Lebensbereichen einschränken und erniedrigen, nicht unterkriegen.

Aus Liberty Bessie, Seite 8
Aus Liberty Bessie, Seite 8

Die zielstrebige und unerschrockene Art von Bessie Bates hat mich beeindruckt und dieser Aspekt gefällt mir auch mit am besten am ganzen Comic-Band. Die Geschichte über Afroamerikaner in Alabama zur Zeit der Rassentrennung inklusive dem Hintergrund einer Spezialabteilung im Zweiten Weltkrieg ist eine total spannende Auswahl, rückt jedoch schon nach einigen Seiten in den Hintergrund der Storyline. Jean-Blaise Djian und Pierre-Roland Saint-Dizier lenken den Handlungsfaden, sobald Bessie den Pilotenschein in der Tasche hat, auf eine privatere Schiene, denn Bessie’s Familie wird die Army-Plakette ihres vermeintlich toten Vaters zugespielt und so macht sie sich auf eine abenteuerliche Suche nach ihm.

Aus Liberty Bessie, Seite 13
Aus Liberty Bessie, Seite 13

Die kunstvollen Bilder des französischen Künstlers Vincent sind ein absolutes Highlight, denn seine feinen Pinselstriche verleihen den Charakteren eine tolle Strahlkraft und auch die Flugszenen können durch die aquarellhafte Kolorierung überzeugen. So macht es eine große Freude, jede einzelne Seite des 56 Seiten umfassenden Albums zu entdecken.

Die abgeschlossene Geschichte von »Liberty Bessie« soll zwei Alben umfassen und ermöglicht auch Neulingen in diesem Bereich einen guten Einstiegspunkt in die farbenfrohe Welt der Bilder und Sprechblasen. Allerdings bin ich schon sehr gespannt, wie die ganzen offenen Fragen in einem einzigen weiteren Band zu einem Finale geführt werden.


In kunstvollen Bildern erzählte Geschichte über eine starke Afroamerikanerin die ihren Weg als Pilotin geht. Etwas mehr Tiefgang in Bezug auf die historischen Hintergründe wären wünschenswert gewesen, vielleicht wird hierzu ja im abschließenden zweiten Band noch näheres berichtet. Ich bin auf jeden Fall schon sehr gespannt darauf!

★★★★☆


Verträgt noch etwas mehr zeitliche Einordnung, ist aber ansonsten ein wirklich interessanter Auftakt zu einem Zweiteiler […]
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