{Rezension} Aristophania 3 – Die Morgenrot-Quelle von Xavier Dorison & Joël Parnotte


Lesedauer: 4 Minuten

Die Kinder erreichen allen Widrigkeiten zum Trotz die heilsversprechende Morgenrot-Quelle. Aber wird ihre Macht wirklich ausreichen, um ihre Mutter vor dem sicheren Tod zu bewahren? Und selbst wenn die Heilung gelingt, wie können sie den verbannten König und seine furchtbaren Waffen besiegen?

Quelle: Splitter Verlag

Die magische Geschichte von »Aristophania« geht mit der Ausgabe »Die Morgenrot-Quelle« bereits in die dritte und damit auch schon vorletzte Runde. Xavier Dorison legt in diesem Band ein schnelleres Tempo in den Handlungsverlauf und steigert mit noch mehr Action die Spannung.

Die Kinder Basile, Victor und Calixte beschreiten in diesem Band nun getrennte Wege. Während Calixte dem Azur folgt und an einem unbekannten Ort strandet, ist Victor in einer mysteriösen Fabrik, auch der ›Rote Berg‹ genannt, gelandet und wird von Aristophania schnell ausfindig gemacht. Der mürrische Basile glaubt als einziger der drei nicht so Recht an das Vorhaben der alten Lady und versucht einen eigenen Weg zu finden, um seiner Familie zu helfen.


©Splitter Verlag/Joël Parnotte

Durch die Trennung der Geschwister ergibt sich ein abwechslungsreicher Plot mit wechselndem Setting und außerdem trägt dieser Kniff zur Entwicklung der Charaktere bei. Besonders bei dem zurückhaltenden, abwägenden und überlegten Victor zeichnet sich der größte Fortschritt ab, denn er schafft es über den Schatten seiner Selbstzweifel zu springen und so nun auch seine Arzurbegabung zu entdecken. Zwischen Cayenne, dem Diener der Gräfin Aristophania, und Victor entwickelt sich während des Abenteuers eine charmant-bissige Dynamik, was ich sehr genossen habe.


©Splitter Verlag/Joël Parnotte

Zu Aristophania selbst werden zwar auch ein paar weitere Hintergründe und Mysterien gelüftet, aber im Großen und Ganzen bleibt ihre geheimnisvolle Aura erhalten. So kann man vielleicht auch Basile und seine Beweggründe verstehen, die ihn dazu antreiben, sich Hals über Kopf in seiner Wut zu verrennen und dabei vielleicht auch dem Gegner in die Hände zu spielen.

Um Calixte ist es vergleichsweise ruhig geworden, auch wenn sie für den Ausgang der Geschichte im abschließenden Band wohl noch eine größere Rolle einnehmen wird, da sie dem Azur folgen und die Morgenrot-Quelle aufspüren kann. Das dramatische Ende dieses Bandes lässt auf jeden Fall noch alle Möglichkeiten offen, was auf ein packendes Showdown-Finale hindeutet – ich freue mich auf jeden Fall schon sehr darauf!


©Splitter Verlag/Joël Parnotte

Joël Parnotte hat mich mit seinen fantastischen Zeichnungen mal wieder aus den Socken gehauen, von der beeindruckenden Abbildung der Emotionen bis hin zu detaillierten Hintergründen und stimmigen Farben, passt hier einfach alles. Die Magie der Geschichte harmoniert mit den großzügigen Schraffuren und erzeugt das passende Feeling des 19. Jahrhunderts.

Dem Comic ist Zusatzmaterial beigefügt, dass anhand Screenboards einer Szene, hinter die Kulissen der Comicentstehung blicken lässt.


Das fantastische Märchen um Aristophania und die Morgenrot-Quelle nimmt ordentlich Fahrt auf und überzeugt mit einem Löffel voll Action!

★★★★★

*WERBUNG*

Titel: Die Morgenrot-Quelle
Originaltitel: Aristophania –
Reihe: Aristophania (Band 3 von 4)
Autor: Xavier Dorison
Illustrator: Joël Parnotte
Übersetzerin: Tanja Krämling
Genre: Comic
Verlag: Splitter Verlag
ISBN-13: 978-3962193911
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 72 Seiten
Preis: 16,00 €
Erschienen: 1. April 2021

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Xavier Dorison studierte eigentlich an einer Hochschule für Wirtschaft, an der er auch ein Comic-Festival organisierte. Mit dem Skript für »Das dritte Testament« (gezeichnet von Alex Alice) gelang ihm jedoch auf Anhieb ein Bestseller, sodass er in der Folge nur noch als Autor tätig war. Alles, was Xavier anfasste, gelang: »Prophet« mit Matthieu Lauffray, »Heiligtum« mit Christophe Bec, »W.E.S.T.« mit Fabien Nury und Christian Rossi und nicht zuletzt »Undertaker« mit Ralph Meyer, sein bisher größter Erfolg. Dabei wechselt er scheinbar mühelos zwischen den Genres und Stilen, sodass ihm inzwischen sogar die legendäre Serie »Thorgal« anvertraut wurde.

Quelle: Splitter Verlag


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