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Rezensionen

{Rezension} Böses Mädchen von Amèlie Nothomb

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Titel: Böses Mädchen
Autorin: Amèlie Nothomb
Genre: Sonstige Belletristik
Verlag: Diogenes
ISBN-13: 9783257235524
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 138 Seiten
Preis: 8,90 €

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Die 16-jährige Blanche ist ein schüchternes junges Mädchen ohne Selbstwertgefühl, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befindet. Als totale Einzelgängerin beginnt sie ihr Politikstudium an der Uni.

Blanche sehnt sich zutiefst nach einer Freundschaft ja vielleicht sogar einer Seelenverwandten mit der sie all ihre Gedanken teilen kann. Als die äußerst attraktive und extrovertierte Christa, die allseitsbeliebt ist sich mit ihr unterhält hofft Blance, dass das die langersehnte Freunschaft ist. Schnell wird jedoch klar das Christa nicht das ist was die anderen in ihr sehen.

Blanche ist überglücklich als die allseitsbeliebte Christa auf sie zukommt und sich mit ihr unterhält. Aus lauter Vorfreude auf das zarte Pflänzchen ihrer Freundschaft bietet sie Christa an immer Montags bei ihr und ihren Eltern zu übernachen, das sie nicht den weiten Anfahrtsweg auf sich nehmen muss um die Vorlesungen besuchen zu können.

Christa wikelt durch ihre spezielle Art und Weise auch Blanche's Eltern um den kleinen Finger. Schon nach ihrem ersten Besuch schwärmen sie total für Blanche's erster Freundin und bieten ihr an die ganze Woche über bei ihnen zu wohnen.

Blanche bemerkt schnell das Christa für sie nicht das Gute verkörpert, denn kaum sind die beiden alleine lernt man Christas wahres ich kennen: die Antichrista die sogleich das vollkommene Gegenteil von der attraktiven und einlullenden Christa ist. Antichrista wird zu Blanches Albtraum, da sie täglich von ihr terrorisiert, gemobbt und gedemütigt wird. Als wie das nicht schon genug wäre schlagen sich immer wieder Blanches Eltern auf Christas Seite. Verschüchtert zieht sie Blanche sich immer mehr in sich zurück bis sie eine Entdeckung macht die alles ändert!

Amèlie Nothombs Erzählung erinnert einen Stark an eine der wichtigsten pubertären Stadien, in dem der Jugendliche zu seinem Selbst findet. Die Hauptcharaktere Blanche ist introvertiert und lebt ohne jegliche Freunde zurückgezogen in ihrer eigenen Welt. Zu Anfang zeigt sich Blanche als liebenswürdige Einsiedlerin deren sehnlichster Wunsch eine tiefe Freundschaft zu einem andern Mädchen darstellt. Als sie mit Christa in Kontakt kommt kehrt sich schon bald eine sehr zynische Seite von Blanche ans Licht. Da jederman (auch Blanches Eltern) Christa vergöttert und nur Blanche die böse Seite an ihr wahrnimmt gerät sie immer mehr in einen Konflikt mit sich. Sie stellt sich oftmals die Frage ob es an ihr und ihrer Wahrnehmung liegt und nicht sie die boshafte Natur ist. Amèlie Nothomb schmückt ihren Roman mit scharfzüngigen Dialogen, die mir als Leser sehr gut gefallen haben und der ganzen Geschichte den letzten Schliff geben.

"Böses Mädchen" lässt sich durch seine leichte Art und Weise rasch lesen. Die Autorin haucht aber erst durch ihre Scharfzüngigkeit, einer dunklen Seite und ihrer Wortgewandtheit dem ganzen Leben ein.

Den Charakter Blanches fand ich am Anfang ziemlich einfältig, erst als sie beschließt Christa hinterherzuspioniern entwickelt sie eine Charakterstärke die mir an ihr sehr gut gefällt. Wenn man jetzt jedoch glaubt das die Besatzung von Antichrista über Blache beendet ist der wird sein blaues Wunder erleben….

Der Abschluss der Geschichte kam ziemlich abrupt und abgehackt daher. Ich hätte mir mehr von Blanche erwartet und war sehr enttäuscht über das schnelle Ende.

Mein Fazit:

Eine unterhaltsame Lektüre mitten aus dem Leben eines 16-jährigen Mädchens.

★★★★☆

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