Kategorie: Klassiker

{Rezension} Der kleine Lord von Frances Hodgson Burnett

In New York wächst der kleine Cedric Errol nach dem Tod seines Vaters in ärmlichen Verhältnissen bei seiner alleinerziehenden Mutter voller Liebe und Zuneigung heran. Mit seiner herzlichen Art hat er in der Nachbarschaft feste Freundschaften geknüpft, als er eines Tages erfährt, dass er ein echter Lord sei und das Erbe seines Großvaters antreten wird. Dazu wird der junge Cedric auf das herrlichen Anwesen in England gebracht, wo der kaltherzige Earl of Dorincourt ihm eine entsprechende Erziehung als Anwäter auf den Grafentitel zukommen lassen will. Während der Earl nur wenig von Cedrics amerikanischen Mutter hält und den Kontakt zu ihr versagt, öffnet der kleine Junge die verschlossenen Augen des Großvaters und erwärmt dessen Herz mit seiner kindlichen Liebe, so dass dieser schließlich die wichtigen Dinge des Lebens erkennt.

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{Rezension} Middlemarch von George Eliot

Die Einwohnerschaft der englischen Ortschaft Middlemarch setzt sich aus den unterschiedlichsten Bevölkerungsschichten zusammen. Während ein Großteil der Bevölkerung mit ihrer Stellung zufrieden scheint, wächst eine neue Generation heran, die den Umbruch in eine neue Zeit beschreiten. Dorothea Brooke ist eine junge Frau mit aufgewecktem Geist und voller Intelligenz. Sie möchte nicht gut heiraten, um selbst versorgt zu sein, sondern um mit ihren Möglichkeiten für Verbesserungen zu sorgen. Als sie den deutlich älteren Mr. Edward Casaubon heiratet, scheint die Erfüllung ihrer Träume in greifbare Nähe gerückt zu sein. Auch der junge Arzt Tertius Lydgate steckt voller Ideale und möchte seine Forschung und neue Methoden in Middlemarch vorantreiben. Dorothea und Tertius müssen schon bald feststellen, dass sich ihre Pflichten in der Ehe und gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern von Middlemarch nicht so leicht mit ihrer Vorstellung vom Leben vereinbaren lässt.

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{Rezension} Die vollkommene Lady von Margery Sharp

Julia Packett ist eine lebensfrohe Dame, die mit ihrem fröhlichen Naturell ihre Mitmenschen bezaubert und die meiste Zeit ihres Lebens einfach in den Tag hineinlebt. Als ihr freies Leben in London von einem finanziellen Engpass bedroht wird, kommt der Hilferuf ihrer Tochter genau zur richtigen Zeit. Julia lässt kurzerhand alle ihre Probleme stehen und liegen und kauft sich ein einfaches Ticket, um zu ihrer Tochter und Schwiegermutter nach Frankreich in die Haute-Savoie zu reisen.

In der idyllischen Landschaft und der Abgeschiedenheit des Anwesens soll sich Julia, die ihre Tochter eigentlich überhaupt nicht kennt, einen jungen Mann in Augenschein nehmen, den ihre Tochter zu ehelichen gedenkt. Für Julia stellt sich die schwierige Herausforderung, ihrer Tochter darzulegen, wie ungeeignet die Ehe mit diesem jungen Mann ist, ohne zu offenbaren, dass sie beide aus dem gleichen Holz geschnitz sind. Als der vornehme Patenonkel Sir William Waring anreist, um sich auch ein Bild des jungen Mannes zu machen wird die Situation noch einmal verschärft.

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