Kategorie: Rezensionen

Hier findest du alle Rezensionen von 2009 bis zum aktuellen Datum. Die Rezensionen gibt es zu Büchern und Comics.

{Rezension} Mögliche Geschichten von Neil Gaiman & Mark Buckingham

„Fremdartige Teile“, „Esser und Fütterer“, „Auf das Mädchen hoffen“ und „Closing Time“ – in diesen einfallsreichen, dunkel-versponnenen, unterschwellig miteinander verbundenen Erzählungen geht es um bizarre Geschlechtskrankheiten, eine alte Dame, die gern rohes Fleisch isst, einen Mann mit einer Obsession für ein bestimmtes Fotomodell und um eine Geistergeschichte, die vielleicht keine Geschichte ist.

Subtiler Horror der Spitzenklasse – auf die feine englische Art.

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{Rezension} Die Anderen von Laila Lalami

In einer Nacht wird Driss Guerraoui vor seinem Diner in der kalifornischen Wüste angefahren und verstirbt noch am Unfallort. Der marokkanische Einwanderer lebt schon seit 1981 mit seiner Familie in der kleinen Wüstenortschaft und seine Tochter Nora glaubt nicht an einen Unfall. Als Nora versucht die wahren Hintergründe der Unfallnacht ans Licht zu bringen, stößt sie dabei auf Zusammenhänge, die den Vorfall neu beleuchten aber auch auf Dinge, die ihren Vater von einer ganz anderen Seite zeigen…

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{Rezension} Mädchen, Frau etc. von Bernardine Evaristo

Einst musste sich Amma ihre Anerkennung als schwarze, lesbische Dramatikerin in Londons Theaterszene hart erkämpfen, nun steht ihre Premiere am National Theatre kurz bevor. Ihre neunzehnjährige Tochter Yazz hofft nur, dass die Reaktionen auf das provokante Stück für sie nicht zu peinlich werden. Ammas älteste Freundin Shirley hat früher für Yazz die Babysitterin gespielt. Inzwischen ist sie nach jahrzehntelanger Arbeit an unterfinanzierten Schulen ausgebrannt. Ihr größter Verdienst ist Carole, eine ehemalige Problemschülerin, die es bis nach Oxford geschafft hat. Doch Dankbarkeit hat sie darfür nie von Carole erfahren, die als Investmentbankerin nun mit den feinen Unterschieden der Upperclass konfrontiert ist. Caroles Mutter Bummi, die aus Nigeria stammt, kann mit der Britishness ihrer Tochter nichts anfangen, auch wenn sie ihr wohlweislich einen englischen Namen gegeben hat. So verschieden die Frauen und ihre Lebensgeschichten in diesem Roman sind, sind sie doch eng miteinander verbunden. Ihre Entscheidungen, ihre Kämpfe, ihre Fragen erschaffen ein einzigartiges, vielstimmiges Panorama unserer Zeit.

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