Kategorie: Rezensionen

Hier findest du alle Rezensionen von 2009 bis zum aktuellen Datum. Die Rezensionen gibt es zu Büchern und Comics.

{Rezension} Die störrische Braut von Anne Tyler

Die 29-jährige Kate Battista arbeitet nach ihrem Studiumsabbruch als Betreuerin in einer Kindertagesstätte, kümmert sich um ihre jüngere Schwester Bunny und führt für ihren exzentrischen Vater den Haushalt. Doch wie es mit ihrer Zukunft aussieht weiss Kate beim besten Willen nicht. In ihrem Job läuft nicht alles rund, Bunny steckt mitten in der schwierigen Teenagerzeit und ihr Vater hat nur seine Forschungsarbeit im Kopf.

Als Professor Battista seinen Assistenten Pjotr zu verlieren droht, da sein Visum bald abläuft, kommt ihm die glorreiche Idee, seine Tochter Kate mit Pjotr zu verheiraten. Kate ist mit diesem Plan überhaupt nicht einverstanden und setzt sich gegen ihren Vater und Pjotrs ungeschickte Annäherungsversuche zur Wehr.

{Rezension} Water & Air von Laura Kneidl

Aufgrund des Klimawandels und den Anstieg des Meeresspiegels mussten sich die Menschen neue Lebensräume erschließen. Ein Teil der Bevölkerung lebt nun in einfachen Verhältnissen in Wasserkolonien, die sich in Kuppeln unter dem Wasser befinden. So auch die achtzehnjährige Kenzie mit ihrer Familie. Da Kenzie keine Zukunft in ihrer Kolonie hat, flieht sie in eine der Luftkolonien, um zumindest eine Chance auf das Leben zu haben.

Kenzies Neuanfang in der Luftkolonie steht unter keinem guten Stern. Das Leben in der Luftkolonie ist ein komplett anderes als in ihrer Heimat. Zudem nimmt eine seltsame Mordserie ihren Lauf und Kenzie ist als Hauptverdächtige auf die Hilfe des Sicherheitsbeauftragten Callum angewiesen.

{Rezension} Die Taugenichtse von Samuel Selvon

Moses, Big City, Fünf-nach-zwölf und die anderen setzen große Hoffnungen in ihr neues Leben im »Zentrum der Welt«, so nennen sie das London der Nachkriegszeit. Sie sind aus der Karibik hierhergekommen, jetzt staunen sie über die Dampfwolken vor ihren Mündern. Und wenn der Wochenlohn wieder nicht reicht, jagen sie eben die Tauben auf dem Dach. Kapitulation? Niemals! Stattdessen beginnen die Überlebenskünstler, sich neu zu erfinden – und ihre neue Heimat gleich mit.

Samuel Selvons Ton zwischen kreolischem Straßenslang und balladesker Suada setzt sich sofort ins Ohr. Bedingungslos aufrichtig erzählt Selvon von den ersten Einwanderern Englands, die das Land für immer verändert haben – sein Denken, seine Sprache, sein Selbstverständnis.