{Rezension} Paper Girls 4 von Brian K. Vaughan und Cliff Chiang

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Titel: Paper Girls
Originaltitel: Paper Girls
Reihe: Paper Girls (Band 4 von 6)
Autor: Brian K. Vaughan
Zeichner: Cliff Chiang
Farben: Matt Wilson
Übersetzerin: Sarah Weissbeck
Genre: Comic, Fantasy, Science Fiction
Verlag: Cross Cult
ISBN-13: 978-3959817677
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 144 Seiten
Preis: 22,00 €
Erschienen: 22. Mai 2018


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Nachdem sie aus der Vergangenheit entkommen ist, findet sich Tiffany von ihren Freundinnen getrennt im Jahr 2000 wieder – mitten in den verheerenden Auswirkungen des Jahrtausendwechsels. In einer von Plünderern verwüsteten Stadt, in der die Zivilisation am Rande des Zusammenbruchs steht, stoßen die Zeitungsmädchen auf eine Spur, die sie endlich den Geheimnissen ihrer Zeitreisen näherbringt. Doch dann werden sie in einen Kampf zwischen unsichtbaren Robotern verwickelt. Schnell zeigt sich: Die Zukunft im Jahr 2000 liegt in den Händen der vier zwölfjährigen Mädchen aus der Vergangenheit.

Den vier Mädchen aus den 1980ern gelingt es in letzter Minute, sich nach ihren Abenteuer in der prähistorischen Steinzeit aus einer gefährlichen Situation zu einer Falte zu retten, die sie dieses Mal in die Zukunft katapultiert. Dieses Mal wird Tiffany von ihrer Gruppe getrennt, die sich in der Silvesternacht zum 21. Jahrhundert befinden und sich mit den Ängsten bezüglich eines Millennium-Bug (Y2K-Bug) gegenüber sehen. Die ganze Aufregung ist für die Mädchen nur schwer verständlich, denn sie haben keinerlei Bezug zu der Wichtigkeit und der Abhängigkeit von der Computertechnik.

Genau wie im zweiten Band der »Paper Girl« steht auch jetzt wieder eine der Mädchen ihrem älteren Ich gegenüber – dieses Mal ist es allerdings nicht Erin Tieng, sondern Tiffany, die sich mit ihrem späteren Gothic-Freund und ihrer Entwicklung zu einem Dreadlock-Vamp konfrontiert sieht. Außerdem ist Tiffany die einzige, die den Kampf zwischen Mega-Robotern mit ihren eigenen Augen sehen kann, für alle anderen scheinen die Metall-Riesen unsichtbar zu sein.

Dieses mal schüttelt Brian K. Vaughan eine gewohnt actionreiche Science-Fiction Geschichte aus seinem Ärmel, die einem kaum eine Atempause gönnt und dennoch bleibt genügend Raum für Emotionen und zwischenmenschliche Beziehungen. Die Bandbreite der Charaktere begeistert mich in dieser Comic-Reihe absolut, die Mädchen unterscheiden sich nicht durch ihre kulturelle und religöse Herkunft, sondern sind mit dem (zugegebenermaßen lückenhaften) Wissen über ihre eigene Zukunft in einer besonders verzwickten Situation.

Der Teenager-Gruppe ist längst klar, dass sie zwischen die Fronten in einem Krieg der Zeitreisenden stecken und darin sogar eine wichtige Rolle einnehmen. Doch worin diese genau besteht bleibt verschwommen. Umso klarer sieht man jedoch die akuten Gefahren, ob sie nun von einer älteren Zeichnerin für die Zeitung ausgehen mögen oder von riesigen Robotern. Für mich ist jedoch die Entwicklung der einzelnen Charakter das polarisierende Merkmal dieser wundervollen Comic-Reihe.

Cliff Chiang kann auch im vierten Band der Reihe mit seinen charakteristischen Zeichnungen die besondere Atmosphäre aus 80er und 2000er erzeugen. Vollendet wird das Ganze wie gewohnt durch die satten Farben von Matt Wilson, die hervorragend zu den verschiedenen Settings passen und den »Paper Girls« einen ganz eigenen Charme verleiht..


Die Ereignisse spitzen sich im vierten Band der »Paper Girls« merklich zu. Diese Extra-Spannung macht das gewisse Etwas aus, so dass man am besten gleich zum Nachfolgeband greift.

★★★★★

1. 2017Paper Girls 1
2. 2017Paper Girls 2
3. 2017Paper Girls 3
4. 2018Paper Girls 4
5. 2019Paper Girls 5
6. 2019 (ET: 26.11.)Paper Girls 6

Brian K. Vaughan genoss bereits als Autor von Comicserien wie EX MACHINA und der langjährig laufenden Reihe Y: THE LAST MAN einen guten Ruf, bevor er mit dem Drehbuchschreiben für J. J. Abrams LOST begann, wo sein Gefühl für Charaktere und komplexe Storylines auch im TV schnell für Furore sorgten. Er wurde dann von Steven Spielberg ausgewählt, eine Romanvorlage von Stephen King als TV-Serie zu adaptieren: Somit wurde er Autor und Showrunner der Serie UNDER THE DOME.

Mit SAGA – ein Titel, der Assoziationen an große Erzählungen weckt und von Vaughan augenzwinkernd, aber nicht ohne Hintergedanken gewählt wurde – kehrte er im März 2012 jedoch zum Medium Comic zurück … und wie! SAGA gilt als sein bisher ausgefeiltestes Werk und wurde in den letzten Jahren Dauerabonnent der wichtigsten US-Comicpreise, der EISNER- und HARVEY-AWARDS. Mehr als 10 Preise hat SAGA mittlerweile bekommen und sich in den USA zum absoluten Comic-Bestseller entwickelt. Parallel zu SAGA entstand 2015 der Comicroman WE STAND ON GUARD.

Cliff Chiang ist ein amerikanischer Comickünstler, der in Harvard einen Abschluss in Englischer Literatur und Visual Arts erwarb. Für DC illustrierte er die Serie Green Arrow/ Black Canary mit Judd Winick als Autor. Im September 2011 arbeitete er gemeinsam mit Brian Azzarello an einer neue Wonder Woman-Serie. Zusammen mit Jim Lee und Dann DiDio nahm Chiang im Juli 2012 im Zuge der San Diego Comic-Con an der Produktion von Heroic Proportions teil. Hierbei ging es um eine Episode des Syfy-Formats Facedown und die Entwicklung von Ideen für einen neuen Superhelden.

Quelle: Cross Cult


Mit viel Charme, einem goldenen Händchen für Figuren und seinem einmaligen Erzählstil zeigt Brian K. Vaughan abermals, dass er einer der versiertesten Comicautoren seiner Generation ist.
Bizzaro World

Die „Paper Girls“ wissen weiter zu begeistern: Komplexes Storytelling, tolle Figuren sowie hervorragende stimmungsvolle Bilder.
DeepGround

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