{Rezension} Terra Prohibita (1) Patient Null von Denis-Pierre Filippi & Patrick Laumond


Lesedauer: 3 Minuten

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fiel England einer mysteriösen Seuche zum Opfer, die ungezügelte und ausgesprochen gefährliche Veränderungen an Flora und Fauna verursachte. Die überlebenden Bewohner verließen die Insel, die nun von zahllosen Mutantenspezies bevölkert wird, und erklärten sie zur »Terra Prohibita«. Für Forscher birgt dieses verbotene Land jedoch einen unermesslichen Wissensschatz, und so wagt sich eine bunt gemischte Truppe ins Herz dieser abnormen Finsternis. Ihr Ziel ist es, den Schleier, der über dem Ursprung der Seuche liegt, zu lüften. Jeder der Abenteurer hat seine eigenen Gründe für die riskante Unternehmung, aber die Gefahr ist für sie alle dieselbe. Eine Expedition in ein viktorianisches Königreich voller schwebender Städte, finsterer Unterwelten und fremdartiger Dschungel von dunkler Faszinationskraft, ein einzigartiges Abenteuer in einer Welt zwischen dampfgetriebener Zivilisation und entfesselter Natur.

Denis-Pierre Filippi und Patrick Laumond entführen die Leserschaft im ersten Band ihrer dystopischen Comic-Serie »Terra Prohibita – Patient Null« in eine Welt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von einer Seuche befallen ist, welche Flora und Fauna extrem verändert haben. Die überlebenden Menschen leben in beeindruckenden Himmelsstädten und der Boden ist überdeckt von mysteriösen Pflanzen, die den Forschern noch so manche Rätsel aufgeben.


© Splitter Verlag/Patrick Laumond

Denis-Pierre Filippi vermengt in der Story eine klimatische Apokalypse mit einer Kriminalgeschichte vor einem Setting, das durch Steampunkelemente eine nostalgische Note verströmt. Die Verquickung der einzelnen Handlungsstränge über den Wissenschaftler und kaltblütigen Mörder Dorian Singer, Inspektor Melville, der dem Mörder auch gegen politischen Gegenwind auf der Spur ist und die Privatdetektivin Valérie Kerveillan. Die Umstände führen die unterschiedlichen Charaktere zusammen und so schließen sie sich zu einer Zweck-Allianz zusammen, bei der die Parteien jedoch unterschiedliche Ziele verfolgen.


© Splitter Verlag/Patrick Laumond

Die Fäden, aus der die Geschichte geknüpft wurde, lassen so einige Fragen offen und aufgrund der schnellen Einführung des Personals konnte ich noch zu keinem Charakter eine größere Verbindung herstellen, sodass das Geschehen leider etwas distanziert bleibt. Dafür gibt es jede Menge Actionszenen und ein wundervolles Setting. Alleine schon das atemberaubende Artwork von Patrick Laumond ist absolut sehenswert! Ich konnte mich gar nicht satt sehen an der detailliert ausgearbeiteten Architektur, den schwebenden Städten und der farbenprächtigen Flora und Fauna sowie den Dampfmaschinen und Kostümen im Steampunkstil.


© Splitter Verlag/Patrick Laumond

Einziger Wermutstropfen an diesem Serienauftakt sind die losen Zusammenhänge, welche sich hoffentlich in der nächsten Ausgabe besser zusammenfinden. Ich bin auf jeden Fall gespannt, zu erfahren, wohin die Reise führen wird!


Diese Seuchen-Dystopie, die die Natur verändert, spielt mit Steampunkelementen und überzeugt alleine schon durch die bombastischen Illustrationen von Landschaft und Architektur. Die Zusammenhänge der Story lassen allerdings noch etwas Luft nach oben frei.

★★★★☆

*WERBUNG*

Titel: Patient Null
Reihe: Terra Prohibita (Band 1 von X)
Autor: Denis-Pierre Filippi
Illustrator: Patrick Laumond
Übersetzerin: Tanja Krämling
Genre: Comic, Dystopie, Steampunk
Verlag: Splitter Verlag
ISBN-13: ‎978-3962195748
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 96 Seiten
Preis: 22,00 €
Erschienen: 20. Oktober 2021

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„Terra Prohibita #1 Patient Null“ sieht super aus, aber das war es dann auch schon.
Nerds gegen Stephan

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1 Kommentare

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