{Rezension} Thron aus Gold und Asche: King of Scars von Leigh Bardugo

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Titel: King of Scars
Originaltitel: King of Scars
Reihe: Thron aus Gold und Asche (Band 1 von 2)
Autor: Leigh Bardugo
Übersetzer: Michelle Gyo
Genre: Fantasy
Verlag: Droemer Knaur Verlag
ISBN-13: 978-3426227008
Format: Klappbroschur
Seitenanzahl: 512 Seiten
Preis: 16,99 €
Erschienen: 20. August 2019

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Nach dem blutigen Bürgerkrieg steht der Zar von Ravka, Nikolai Lantsov, vor einer schwierigen Herausforderung, denn er möchte den Frieden für sein Land bewahren und seinen Untertanen zu einem besseren Leben verhelfen. Während die Staatskassen leer sind und sich Ravkas Feinde an den Grenzen sammeln, muss sich der junge König in Diplomatie üben und wichtige Allianzen schmieden. Ein geeigneter Schachzug wäre die Sicherung des Thrones durch Heirat und die Zeugung eines Erben. Doch in Nikolai wütet seit dem Bürgerkrieg ein schreckliches Monster, dass immer mehr an Stärke gewinnt und durch seine Raubzüge droht, Ravka in den Abgrund zu stürzen.

Zusammen mit einem Mönch und seiner treuen Grisha-Generalin Zoya begiebt sich Nikolai auf eine gefährliche Reise zu den heiligen Stätten des Reiches, in der Hoffnung, durch ein magisches Ritual dem Biest in ihm den Garaus zu bereiten.

Seit der Krähen Dilogie, bestehend aus »Das Lied der Krähen« und »Das Gold der Krähen«, bin ich der wunderbaren Geschichtenerzählerin Leigh Bardugo und ihrer Grischa-Welt verfallen. Ihr neuer Roman »King of Scars« markierte den Beginn einer neuen Dilogie die im Droemer Knaur Verlag unter dem Reihentitel »Thron aus Gold und Asche« (engl. »Nikolai Duology«) erscheint und ihre bisher veröffentlichte Grischa Trilogie mit der Krähen Dilogie vereint. In »King of Scars« begegnet der Leser nämlich Protagonisten aus der Trilogie sowie der Dilogie und dennoch ist das Vorwissen aus den beiden Reihen nicht unbedingt notwendig, um sich auf diese neuen Dilogie einzulassen.

Ravka war viel für ihn: eine vornehme Dame, die ständiges Hofieren verlangte, ein trotziges Kind, das nicht auf eigenen Füßen stehen wollte, und am häufigsten ein Ertrinkender – je heftiger Nikolai sich mühte, ihn zu retten, desto mehr wehrte er sich.
King of Scars, Seite 63

Das Monster bin ich, und ich bin das Monster.
King of Scars, Seite 96

Leigh Bardugo erzählt ihre epische Fantasy-Geschichte gleich aus mehreren Perspektiven und dennoch kristallisiert sich Nikolai Lantsov, seines Zeichen Zar von Ravka, schnell als der dominierende Hauptprotagonist heraus, beziehungsweise stellt sich für mich einfach als eine der spannensten und komplexesten der Persönlichkeiten dar.

Bei mir steht die Lektüre der Grischa Trilogie noch aus, daher kenne ich Nikolai nur von einem kurzen Auftritt im zweiten Teil der Krähen Diloge und lerne ihn erst in diesem Roman wirklich kennen, und ich muss sagen, dass mir die Stärke von ihm sehr imponiert hat. Als Bastard ist sein Anspruch auf den Thron Ravkas umstritten und dennoch lässt er sich in seinem Kampf um das Beste für sein Land nicht im geringsten beeinflussen. Das alles wäre jedoch nicht möglich ohne seine tapferen Berater und vor allen Dinge seine mutige und kämpferische Grischa Offizierin Nasyalensky, die ihm auch im Kampf gegen sein inneres Monster beisteht. Zusammen liefern sich Nilolai und Zoya unterhaltsame Wortduelle und die gegenseitige Stichelei und Neckerei lässt darauf schließen, dass zwischen den Beiden weitaus mehr Gefühle zu brodeln scheinen, als auf den ersten Blick offensichtlich sind.

»Wir hoffen oder wir wanken.«
King of Scars, Seite 194

Doch neben dem akuten Problem mit der dunklen Bestie in Nikolai, ist das oberste Ziel, für den Zaren eine angemessene Braut zu finden, die eine möglichst vorteilhafte Auswirkung auf den Abschluss wichtiger Allianzen ausübt. Denn der Aufbau seines Landes Ravka gestaltet sich als schwierige Herausforderung. Während die Nachbarländer Shu-Han und Fjerda mit Krieg drohen, verursachen die Drogenexperimente mit Jurda-Parem an Grischas für weitere Schwierigkeiten.

Ein großer Teil der Story trägt sich in Rafka zu und vermittelt einen guten Einblick in die aktuelle politische Situation am Hof des Zaren. Mir persönlich haben diese Abschnitte auch am besten gefallen, denn es gibt jede Menge über Strategien und Machtkämpfe zu entdecken. Fans der Krähen Dilogie werden sich über einen weiteren Part, der sich in Fjerda zuträgt freuen. Denn hier nimmt die Entherzerin Nina Zenik eine tragende Rolle im Kampf gegen die Ausbeutung der Grischa ein.

Hoffnung war der Wind, der aus dem Nirgendwo kam und einem unter die Segel griff und einen nach Hause trug.
King of Scars, Seite 212

»King of Scars« vereint in sich alles was ein guter und epischer High Fantasy Roman braucht: Machtkämpfe, Intrigen, politische Strategiespiele sowie unglaublich starke Helden und imposante Kämpferinnen. Leigh Bardugo hat es wieder einmal geschafft mein Kopfkino mit ihrem cineastischen Storytelling anzuheizen und mir einen atemberaubenden Lesestoff beschert, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte und fast in einem Zug inhaliert habe. Ein gut positionierter Cliffhanger am Ende schürt die Neugier auf einen Abschlussband, der leider nocht nicht geschrieben ist.


Ein absolutes Fantasy-Highlight!

★★★★★

1. 2019 King of Scars 2019 King of Scars
2. 20?? ??? 20?? ???

Leigh Bardugo wurde in Jerusalem geboren und wuchs in Los Angeles auf. Nach Stationen im Journalismus und im Marketing kam sie schließlich als Special Effects-Designerin zum Film. Leigh lebt und schreibt in Hollywood.

Quelle: Droemer Knaur Verlag | Foto: © Taili Song Roth


Fans des Grishaverse sollten sich das Buch nicht entgehen lassen!
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[…]ein gutes Buch, bei dem ich mich auf Teil zwei freue.
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4 Kommentare

  1. romantipps

    Hallooo Bella,

    ich bin gerade über Twitter auf deine Rezension aufmerksam geworden und finde sie total gelungen – und die Bilder erst! :)
    „King of Scars“ hab ich vor einigen Tagen zu Ende gelesen. Mir hat es auch ganz großartig gefallen! Ich mochte die ab und zu recht humorvollen Dialoge, die tiefgründigen Charaktere und die Welt, die hier erschaffen wurde. Bezüglich der Grisha-Trilogie wird man zwar gespoilert, aber dadurch möchte ich die Trilogie eher noch lieber lesen, um zu erfahren, was damals genau passiert ist und die Charaktere näher kennenzulernen.

    Viele Grüße
    Kristin

    • Hallo Kristin,

      hab vielen Dank für deinen lieben Kommentar und die netten Komplimente.

      Die Dialoge zwischen Nicolai und Zoya waren einfach herrlich! Sie haben das ganze wirklich wunderbar aufgelockert und das ohne zu kitschig oder gewollt zu wirken.

      Ich fand die Spoiler zur Grisha Trilogie nicht wirklich schlimm. Aber für mich war auch schon im Vorfeld klar, dass ich die Bücher auch unbedingt noch lesen möchte und mir so ein paar Wissensfetzen nicht schaden werden.

      Herzliche Grüße
      Bella

    • Lieber Nico,

      ich finde es immer spannend, dass es manche Autoren schaffen, ganz unterschiedliche Geschmäcker zu bedienen und seien die Nuancen in den Vorlieben noch so klein. Mich hat Bardugo auf jeden Fall sehr neugierig auf Nikolai gemacht, so dass ich unbedingt auch noch die Grisha Trilogie lesen will (okay das stand vorher schon fest…).

      Sehr gerne habe ich auch deine Rezension bei mir verlinkt.

      Liebe Grüße
      Bella

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