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Rezensionen

{Rezension} Der Übergang von Justin Cronin

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Titel: Der Übergang
Originaltitel:
 The Passage
Autor:
Justin Cronin
Genre: Horror
Verlag: Goldmann
ISBN-13: 9783442311705
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 1.019 Seiten
Preis: 22,95 €

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Beschreibung:

Amy Harper Bellafonte ist gerade einmal sechs Jahre alt, als sie von zwei FBI Agenten entführt und zu einem geheimen medizinischen Versuchslabor verschleppt wird. Schon vor Amy wurde mit einem mysteriösen Virus, dass den Menschen wieder jung und so gut wie unsterblich machen soll, an Sträflingen die die Todesstrafe erwartet herumexperementiert. Doch nun wird nach einer geeigneteren Versuchsperson gesucht und Amy scheint dafür genau die Richtige zu sein…

Als das Experiment jedoch aus dem Ruder läuft verwandelt sich die Welt in eine karge Landschaft in der es nur noch wenige Überlebende gibt die den Kampf gegen die Infizierten (>>Virals<<) aufnehmen. Amy scheint jedoch die einzige zu sein die den Untergang der Menschheit aufhalten kann…

Meine Meinung:

Justin Cronins neuster Roman "Der Übergang" erschien innerhalb der kürzesten Zeit in 23 Länder. Außerdem hat die gute Kritik mich zusätzlich neugierig auf das Buch gemacht. Eines kann ich schon einmal vorneweg verraten, auch wenn ich selbst keine 5 Grinsekatzen für diesen ausführlichen Roman vergebe ist die Story und die erzählerische Leistung von Justin Cronin beeindruckend.

"Der Übergang" ist kein gewöhnlicher Horror-Schocker in dem es übermäßig blutig und kämpferisch zugeht, ganz im Gegenteil der Autor geht mit seinen fein gezeichneten Charateren sehr emotional an seine Geschichte heran. Zuerst weiß man als Leser nicht so recht wer im Mittelpunkt der Geschichte steht, da es einfach zuviele Handlungsstränge gibt in denen gewisse Figuren herausgehoben und näheres über sie erzählt wird (genau dieser Umstand macht Justin Cronins Werk auch so umfangreich). Es kristallisiert sich jedoch nach geraumer Zeit heraus, dass die sechsjährige Amy im Mittelpunkt des Geschehens steht, sie ist der rote Faden von "Der Übergang" und hält alle Handlungsstränge zusammen.

Justin Cronin schildert sehr eindrucksvoll die Lebensumstände seiner Charaktere und webt schließlich das FBI mit seinem mysteriösen Versuchsgelände, in denen ein ganz spezielles Virus an unfreiwilligen Testpersonen erprobt wird, mit ein. Durch die Vielseitigkeit die "Der Übergang" schon früh entwickelt, kann mich Justin Cronin mit seiner Geschichte fesseln. Leider muss ich jedoch sagen, dass sich dieses Gefühl je weiter ich glesen habe verflüchtigt hat.

"Der Übergang" wird für mich zu einem langwierigen Leseerlebnis das zwar durch seine tolle anfängliche Story glänzen kann, mich dann aber mit seiner weiterführenden Endzeit-Geschichte wieder verkrault hat. An sich finde ich es eine tolle Sache die Welt in einer völlig andern Art und Weise nach so einem Experiment darzustellen, es fehlte hier jedoch einfach an Spannung. Cronin berichtet nachdem das Virenexperiment außer Kontrolle geraten ist von einer kahlen Landschaft mit wenigen menschlichen Überlebenden die sich zu einer Gemeinschaft mit völlig anderen Regeln, wie wir sie heute kennen, zusammen leben. Diese Gemeinschaft schützt sich mit einer Mauer und einem Lichtwall von den infizierten >>Virals<< und wartet auf die Rettung durch die Army. Diese weiterführende Geschichte ist zwar nicht schlecht aber Justin Cronin hat einfach zu ausschweifend von den ganzen Geschehnissen berichtet ohne das man eine Spannung oder einen gewissen Pepp vernehmen konnte. Eigentlich habe ich nur weitergelesen da mir die besonders schön gezeichneten Figuren ans Herz gewachsen waren, und ich wissen wollte was es für ein Ende mit ihnen nimmt.

Im ganzen gesehen ist Justin Cronins "Der Übergang" ein wirklich schön geschriebenes Buch, das meiner Meinung nach einfach durch zu viele Ausschweifungen (die dem Werk seine Spannung geraubt haben) die tolle Geschichte zunichte macht. Für Horror-Fans die einen blutigen Horror-Schocker erwarten ist dieser Roman nichts, denn es kommt nur bedingt zu blutigen und gruseligen Szenen. Im Vordergrund stehen menschliche Gefühle und wie dieses Endzeitszenario die Gesellschaft verändert hat. Sehr schön fand ich, dass ein kleines Mädchen namens Amy die ganze Story zusammenhält!

Gerne hätte ich mehr für dieses schön erzählte Werk mehr Grinsekatzen vergeben, da "Der Übergang" mich jedoch nicht vollkommen überzeugt hat bekommt er von mir nur 3,5 von 5 Grinsekatzen.

★★★½☆




Ich möchte mich ganz herzlich beim Verlag für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplars bedanken!

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