{Rezension} House of Slaughter (1) Das Mal der Schlächter von James Tynion IV, Tate Brombal, Werther Dell’edera & Chris Shehan


Lesedauer: 4 Minuten

Bevor Aaron Slaughter zu Ericas Rivalen wurde, durchlief auch er die harte Ausbildung im Hause Slaughter für die Aufnahme in den Orden des Heiligen Georg. Als wäre die nicht schwer genug, werden die Dinge für Aaron noch komplizierter, als er sich in einen Mitschüler verguckt, der eigentlich sein Kontrahent ist. In diesem Spin-off zum Horror-Kracher »Something is killing the Children« enthüllen James Tynion IV. und Werther Dell’Edera zusammen mit Co-Autor Tate Brombal und Co-Zeichner Chris Shehan die geheimen Hintergründe des enigmatischen Hauses Slaughter, wo aus Menschen Monsterjäger gemacht werden.

Die gefeierte und von mir heißgeliebte Horror-Comic-Serie »Something is killing the Children« bekommt eine Spin-Off-Serie, natürlich war ich hierfür gleich Feuer und Flamme. Doch kann das eingespielte Künstlerteam um James Tynion IV und Werther Dell’edera verstärkt durch Coautor Tate Brombal und Cozeichner Chris Shehan mit »House of Slaughter – Das Mal der Schlächter« überzeugen? Klar, kann es!


© Splitter Verlag/Werther Dell’edera, Chris Shehan

Auch wenn das Spin-Off fast gänzlich ohne die toughe Monsterjägerin Erica Slaughter auskommen muss, denn hier ist sie lediglich eine kleine Randnotiz. So muss ich doch sagen, dass mir dennoch dieser andere Blick auf das Heranwachsen der Mitglieder des Ordens des Heiligen Georg richtig gut gefallen hat. Von der ersten Seite an hat mich die Story über Aaron Slaughter und wie er als Zielscheibe des Mobbings der Weißmasken dennoch versucht sein Bestes zu geben, und sich seine Zähne zu verdienen, gepackt.

Zu allem Übel bekommt er dann auch noch mit Jace einen geheimnisvollen Mitbewohner, der sogar aus einem anderen Haus stammt. Zum ersten Mal in seinem Leben erlebt er es, dass sich jemand für ihn einsetzt, und die beiden kommen sich näher als gut für sie ist. Im Haus of Slaughter und dem Orden allgemein sind Liebesbeziehungen verboten, sodass sich Aaron und Jace auf gefährlichem Terrain bewegen.


© Splitter Verlag/Werther Dell’edera, Chris Shehan

Die Spannung in diesem Band wird durch die unbekannte Vergangenheit von Jace und den gewagten Zeitsprüngen zwischen Gegenwart und der Zeit ihres Kennenlernens und Verliebens zusehends angeheizt. Zudem wird auch die Rivalität zwischen den Mentoren der Weiß- und Schwarzmasken gekonnt in Szene gesetzt und man erhalt ein viel besseres Verständnis von Jessica.

Alles in allem mal wieder ein richtiger Pageturner, bei dem es allerdings teilweise etwas Zeit benötigt, um nach dem Switchen zwischen den Zeitebenen wieder in der Story anzukommen.


© Splitter Verlag/Werther Dell’edera, Chris Shehan

»House of Slaughter – Das Mal der Schlächter« braucht sich vor seiner großen Schwester »Something is killing the Children« nicht zu verstecken, denn die Geschichte fügt sich wunderbar in den Monsterkosmos ein, auch wenn sich der Storymittelpunkt hier unter den Reihen der Monsterjäger abspielt. Auch wenn es sich bei dem Spin-Off um einen anderen Handlungsstrang zur Hauptserie handelt, würde ich für ein besseres Verständnis empfehlen, zuerst die Bände 1 bis 4 von »Something is killing the Children« zu lesen.


Eine etwas andere Seite aus dem »Something is killing the Children«-Kosmos zeigt das Spin-Off »House of Slaughter«. Wer die Hauptreihe liebt, sollte sich auch diesen Blick hinter die Kulisse der Monsterjäger nicht entgehen lassen.

★★★★★

*WERBUNG*

Titel: Das Mal der Schlächter
Reihe: House of Slaughter (1 von X)
Autor*in: James Tynion IV, Tate Brombal
Illustrator*in: Werther Dell’edera, Chris Shehan
Übersetzer*in: Katrin Aust
Genre: Comic, Horror
Verlag: Splitter
ISBN-13: 978-3987210532
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 144 Seiten
Preis: 25,00 €
Erschienen: 26. Oktober 2022

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Wer „Something is killing the Children“ geliebt hat, sollte sich mit „House of Slaughter“ auf keinen Fall den Auftakt zur Spin-off Reihe entgehen lassen.
Letterheart

[…] eine absolute Empfehlung für Fans der Hauptreihe!
Nerds gegen Stephan

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