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Klassiker

{Rezension} Die schöne Cassandra von Jane Austen

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Titel: Die schöne Cassandra. Sämtliche Jugendwerke
Autor: Jane Austen
Übersetzer: Christian und Ursula Grawe
Genre: Klassiker
Verlag: Reclam Verlag
ISBN-13: 978-3150204702
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 330 Seiten
Preis: 11,95 €
Erschienen: Februar 2017

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Klappentext

Selbst Liebhaber ihrer sechs Romane wissen häufig nicht, dass Jane Austen schon zwischen ihrem elften und siebzehnten Lebensjahr eine ganze Reihe kürzerer fiktionaler Texte schrieb. Diese blieben lange im Besitz der Familie, die es nicht für angebracht hielt, »diesen Werdegang der Öffentlichkeit zu enthüllen«. Janes Jugendwerke wurden deshalb zum allergrößten Teil erst im 20. Jahrhundert zugänglich. Es sind Texte von überbordender Phantasie, einem frechen Humor, einer unbändigen Lust, zu provozieren, die Ursula und Christian Grawe erstmals vollständig ins Deutsche übersetzt haben.

Meine Meinung

Mit “Die schöne Cassandra” ist zum ersten Mal eine vollständige Sammlung von Jane Austens Juvenilia (Jugendwerke) in deutscher Übersetzung von Ursula und Christian Grawe (Christian Grawe übersetzte auch bereits die Romane Austens ins deutsche) erschienen. In dieser Sammlung finden sich Kurzgeschichten ebenso wieder, wie Briefe und Theaterstücke.

Die unterschiedlichen Texte geben näheren Einblick, wie sich Jane Austens Schreibkunst im Laufe der Zeit entwickelt und wie Austen ihrem Handwerk immer mehr Feinschliff und Gefühl verliehen hat. Jane Austen hatte schon immer ein gutes Auge für Beobachtungen im gesellschaftlichen Kreis. Genau dieses Talent scheint bereits in ihren Jugendwerken hindurch.

Je weiter man in der Sammlung der Werke von 1787 bis 1792 voranschreitet, desto stärker bemerkt man, wie Jane Austen ihr Schreibhandwerk verbessert und ihre Sätze zu dem Stil heranreifen, den wir aus ihren späteren Romanen kennen und lieben.

Zum Abschluss von “Die schöne Cassandra” gibt es noch ein Nachwort von Christian Grawe in dem sich Anmerkungen zu den Geschichten befinden. Zudem werden Austens schrifstellerische Werke in einen historischen Kontext gebracht der die Geschichten-Sammlung abrundet.

In einer Gesellschaft wie Jane Austens, die einen strikten Kodex von Anstandsregeln befolgte, deren Missachtung soziale Missbilligung, wenn nicht gar Verfemung bewirkte, mussten all diese Gestalten und Handlungen um so ungeheuerlicher und unglaublicher wirken und daher zum Lachen reizen.

Seite 311

Ein richtiger Jane Austen Fan wird große Freude an den spritzigen, humorvollen, ironischen und sarkastischen Erstlingwerken Austens haben. Man kann sich regelrecht bildlich vorstellen, wie es im Hause Austen zugenganen sein muss, wenn Jane ihre Geschichten im Familienkreis vortrug und damit für herzhafte Lacher sorgte. Obwohl ich normalerweise kein großer Freund von Kurzgeschichten bin, hat mich Jane Austen mal wieder vorzüglich unterhalten.

Fazit

Die geistreichen Jugendwerke Austens sollte sich kein Fan entgehen lassen!

★★★★☆







Über die Autorin

Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon (Hampshire, GB) als siebtes von insgesammt acht Kindern in die Pfarrersfamilie von William George Austen und Cassandra Austen (geb. Leigh) heineingeboren. Die beiden Brüder von Jane Austen Francis William (gennant Frank) und Charles John fuhren zur See, bei der sie es bis zum Rang des Admirals brachten.

Die gesamte Familie Austen war für die damalige Zeit überdurchschnittlich gebildet und sehr belesen, so dass die junge Jane Austen eine gute Ausbildung genoss und im Alter von zwölf Jahren ihre ersten literarischen Versuche beging. Zwischen 1787 und 1793 verfasste Jane Austen drei Bände mit Kurzgeschichten, Prosa und Theaterstücken die auf eine satirische Art und Weise sich mit den gesellschaftlichen Konventionen auseinander setzen. In den Jahren 1792 bis 1799 enstanden auch die ersten Fassungen von Jane Austens späteren Romanen.

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