{Rezension} Ein Korb voller Köpfe von Joe Hill, Leomacs & Dave Stewart


Lesedauer: 4 Minuten

KÖPFE WERDEN ROLLEN!

Brody Island, 1983: Die junge June Branch besucht ihren Freund Liam, der auf der beschaulichen Insel im US-Bundesstaat Maine einen Sommer lang für den Sheriff arbeitet. Beide verleben eine glückliche, romantische Zeit bis vier verurteilte Straftäter bei einem Gefangenentransport entkommen. Zwei von ihnen dringen ins Haus des Sheriffs ein, in dem June und Liam den Abend verbringen. Liam verschwindet spurlos, und der verzweifelten June bleibt nichts anderes übrig, als sich mit einer alten Wikinger-Axt gegen die Angreifer zur Wehr zu setzen. Und ab da rollen Köpfe!

Brutal, rasant und ganz nach dem Motto „Kopf ab“ sorgt die Story von Joe Hill, der sich bereits mit seiner Horror-Mystery-Serie »Locke & Key« einen Namen machen konnte, für actionreichen Horror, der durch die eindrucksvollen Bilder von Leomacs und Dave Stewart sein ganzes Albtraumpotential entfaltet.

Das Künstler-Team zeichnet zunächst in warmen Tönen eine idyllische Sommerromanze auf Brody Island, die sich zwischen dem Aushilfssheriff Liam und der jungen June abspielt und fängt diese in einem typischen 80er-Comic-Stil ein. An seinem letzten Arbeitstag fährt Liam mit June zu einem Abschiedsessen im Haus des Sheriffs, doch an diesem Tag entkamen Sträflinge bei einem Gefangenentransport der Shawshank-Strafanstalt und wie es das Schicksal so will, dringen diese im Haus des Sheriffs ein.


© Panini Comics

Liam wird entführt und June kann sich nur durch eine antike Wikinger-Axt aus der Sammlung im Haus verteidigen. Mit mehr Glück als Verstand rollen die Köpfe, aber dies scheint nicht alleine Junes Werk zu sein, denn der Axt wohnt etwas unnatürliches inne, dass die Köpfe und Körper ihrer Opfer weiterleben lässt.

Die Szenerie wird nun durch dunkle Töne wie blau und rot bestimmt, was der Geschichte eine eindringliche Atmosphäre verleiht und zusehends die aufkommende Spannung unterstreicht.


© Panini Comics

Joe Hill liefert mit »Ein Korb voller Köpfe« einen abgeschlossene und äußerst gelungene Horrostory ab, die mit der Nostalgie alter Klassiker spielt, dabei mit Plottwist zu überraschen weis und zudem noch mit einer guten Prise Humor gewürzt ist. Einen besseren Start hätte Hill seinem eigenen Imprint, den »Hill House Comics« nicht verschaffen können.


Die Comic-Empfehlung für Horror-Liebhaber, die den Charme der 80er Jahre zu schätzen wissen und sich dabei gerne von Neuem überraschen lassen!

★★★★★

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Titel: Ein Korb voller Köpfe
Originaltitel: A Basketful of Heads 1-7
Autor: Joe Hill
Illustrator: Leomacs
Farben: Dave Stewart
Übersetzerin: Gerlinde Althoff
Genre: Comic, Horror
Verlag: Panini Verlag
ISBN-13: 978-3741620126
Format: Softcover
Seitenanzahl: 188 Seiten
Preis: 20,00 €
Erschienen: 20. Oktober 2020

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Joe Hill – Ein Korb voller Köpfe ist ein grandioser Horror Comic im 80er Jahre Stil […]
Letterheart

Sieht man über ein paar kleinere Schwächen hinweg, bietet der Titel spannende Horror-Unterhaltung für Fans und Neueinsteiger.
Renes Nerd Cave

[..] eine durchweg runde Sache für alle, die sich dem Horror-Metier auch nur ein bisschen verbunden fühlen, denn auch wenn man anfänglich meint, Hill reihe lediglich Genre-Versatzstücke aneinander, überrascht er doch im weiteren Verlauf mit gleich mehreren großartigen Ideen, die Spannung und Unterhaltungswert des Geschilderten durchweg hoch halten.
Medienjournal

[…]Joe Hill schafft es, den Geist des klassischen Horrors perfekt einzufangen und im Medium Comic wieder zu geben.
DC Blog Deutschland

Eine wirklich sehr gelungene Art und Weise, Brutalität zu zeigen, wodurch sich diese Graphic Novel von vielen anderen Werken positiv abhebt und abgrenzt.
Büchernarr

Zitronenhund | booknerds | Janetts Meinung

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