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Jugendliteratur

{Rezension} Der Koffer von Robin Roe

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Titel: Der Koffer
Originaltitel: A List of Cages
Autorin: Robin Roe
Übersetzerin: Sonja Finck
Genre: Jugendliteratur
Verlag: Königskinder (Carlsen Verlag)
ISBN-13: 978-3551560292
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 416 Seiten
Preis: 19,99 €
Erschienen: März 2017
Altersempfehlung: ab 16 Jahre

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Beschreibung

Seit seine Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen sind wohnt der 14-jährige Julian bei seinem Onkel. Die Schule fällt ihm schwer, er schreibt schlechte Noten und findet keinen Anschluss unter seinen Mitschülern. Julian ist von seinen schönen Erinnerungen an die guten Tage mit seinen Eltern nichts geblieben außer ein Koffer und die geheimnisvollen Notizen seiner Mutter. Als es in der Schule immer schlechter läuft wird Julian zur Schulpsychologin geschickt.

Zufällig begegnet Julian seinem ehemaligen, vier Jahre älteren, Pflegebruder Adam. Der hilfsbereite, nette und etwas tölpelhafte Adam ist Hilfskraft der Schulpsychologin und freundet sich nun wieder mit Julian an. Nach und nach gewinnt Adam das Vertrauen seines schüchternen Schützlings. Doch je näher er Julian kommt, desto näher kommt er einem schrecklichen Geheimnis.

Meine Meinung

Wenn ich mir eine Superkraft aussuchen könnte, würde ich mich unempfindlich gegen Schmerzen machen.

Seite 76

Ich werde ein immer größerer Fan der Bücher des Carlsen Imprints Königskinder. Das Frühjahrsprogramm unter dem Motto “Zweisamkeit” konnten mich bereits mit den Romanen “Cavaliersreise. Bekenntnisse eines Gentlemans” von Mackenzi Lee und “Barney Kettles bewegte Bilder” von Kate de Goldi zu wahren Begeisterungsstürmen bewegen. Nun war im Rahmen einer Leserunde bei Miss Foxy Reads “Der Koffer” von Robin Roe an der Reihe, und was soll ich sagen? Auch dieser Roman hat mich mit seiner Geschichte gefesselt, berührt und mitgerissen!

Ich habe einfach ein ungutes Gefühl. Wie ein Reh in einem dieser Tierfilme, das die Ohren spitzt, obwohl es den Wolf noch gar nicht sieht. Aber spürt, dass da eine Gefahr ist.

Seite 216

Robin Roe hat mit ihrem Jugendroman “Der Koffer” ein grandioses Debüt hingelegt. Die Sprache ist recht einfach gehalten, was auch sehr gut zur Geschichte passt, trotzdem schafft es die Autorin eine Tiefe und Emotionalität zu erzeugen die mir eine richtige Gänsehaut bereitete. Die Geschichte ist geschickt konstruiert, denn obwohl man schon einiges ahnt, zieht sich durch das ganze Buch eine subtile Spannung. Zudem verleiten die Kapitel durch knackige Kürze geradezu das ganze Buch am Stück zu verschlingen.

Hass kehrt immer wieder zu dir zurück, aber Freundlichkeit auch.

Seite 256

Robin Roe lässt den Leser in zwei sehr unterschiedliche Protagonisten eintauchen, indem sie die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven des 14-jährigen Julian und des 18-jährigen Adam erzählt. Beide Charaktere sind sehr liebevoll ausgearbeitet und haben mir durch ihre Authentizität ausgesprochen gut gefallen. Julian ist ein introvertierter Junge und mag für sein Alter noch zu kindlich erscheinen, doch je weiter man im Buch vorankommt desto ersichtlicher werden die Gründe dafür. Adam ist das komplette Gegenteil, er ist trotz seiner Tollpatschigkeit sehr beliebt unter den Mitschülern und sagt/tut immer das Richtige. Doch einmal musste ich etwas stutzen, da eine Handlung von ihm einfach nicht zu seinem verantwortungsvollen Charakter passt.

Ich möchte euch nicht zuviel von der Handlung verraten. Deshalb nur soviel: Diese Geschichte geht ans Gemüt (mag es noch so stark sein), ruft tiefe Emotionen hervor (am besten stellt man zum Lesen eine Taschentuch-Box bereit) und lässt die Gedanken auch nach dem lesen nicht mehr so schnell los! Außerdem möchte ich noch betonen, dass ich die Altersempfehlung des Verlags für dieses Jugendbuch, die “ab 16 Jahren” liegt, dick unterstreichen möchte und das Buch auf keinen Fall einer jüngeren Person in die Hand drücken würde.

»…wer so lächelt, hat eine große Seele….manche Menschen haben eine so große Seele, dass sie sich ausdehnt und andere Menschen berührt.«

Seite 407

Fazit

Ein aufwühlendes und gefühlvolles Debüt über die Stärke der Freundschaft!

★★★★★







Über die Autorin

Robin Roe hat an der Cornell Universität studiert und ihren Abschluss in Harvard gemacht. Sie war in Boston in der Jugendberatung tätig, bevor sie nach Dallas zog, um sogenannte Risiko-Jugendliche zu betreuen. »Der Koffer« ist ihr Debütroman. (Quelle: Königskinder Verlag/Foto: © Jordan Roe )








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2 Kommentare to “{Rezension} Der Koffer von Robin Roe”

  1. Hach. <3
    Ich muss es ganz bald lesen.

    Posted by Nicci Trallafitti | 26. Mai 2017, 21:18

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