//
du liest...

Jugendliteratur

{Rezension} Die Schöne und das Biest von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve

Titel: Die Schöne und das Biest
Originaltitel: The Beauty and the Beast
Autorin: Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve
Übersetzerin: Sonja Häußler
Genre: Kinder- u. Jugendliteratur, Klassiker
Verlag: Coppenrath Verlag
ISBN-13: 978-3649624745
Format: Gebunden
Seitenanzahl: 208
Preis: 29,95 €
Erschienen: März 2017

bei buecher.de bestellen | bei amazon bestellen

Beschreibung

Erfolglos tritt der verarmte Kaufmann und Vater von sechs Töchtern und sechs Söhnen seine Heimreise an, als ein Unwetter ihn zur Rast zwingt. Schutz findet er in einem geheimnisvollen Schloss in dem er auf mysteriöse Weise mit Nahrung versorgt wird. Kurz bevor er zur Weiterreise aufbricht, pflückt er eine Rose und wird von eim gar scheußlichen Biest aufgehalten. Der Kaufmann kann erst weiterziehen, nachdem er das Versprechen abgegeben hat, eine seiner Töchter zu schicken, die aus freiem Willen zu dem Biest ins Schloss zieht.

Die jüngste Tochter des Kaufmanns, die einfach nur „Die Schöne“ genannt wird, und sich von ihrem Vater eine Rose wünschte, nimmt diese Aufgabe völlig selbstlos an, indem sie aus freien Stücken die Schuld ihres Vaters bei dem Biest abträgt. Die Schöne rechnet fest damit vom Biest verspeist zu werden, doch auf dem Schloss erwartet sie etwas völlig anderes…

Meine Meinung

Als ich auf diese bibliophile Ausgabe des Märchenklassikers „Die Schöne und das Biest“ aufmerksam wurde, stand für mich sogleich fest, dass dieses schöne Buch unbedingt in mein Buchregal einziehen muss. Bisher kannte ich nämlich nur die diversen (Film-)Adaptionen von Disney, ARD und Co. sowie das Musical. Schon seit meiner Kindheit bin ich in die unglaublich romantische Geschichte, den Charakter von Belle, sowie in die wundervolle Musik verliebt.

Bei dieser Ausgabe handelt es sich allerdings um die ursprüngliche Geschichte über „Die Schöne und das Biest (bzw. das Tier)“ von der französischen Schriftstellerin Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve, die bereits Mitte des 18. Jahrhunderts veröffentlicht wurde. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass diese ursprüngliche Geschichte nur in den grundlegenden Dingen mit der allseits bekannten Interpretation von Disney übereinstimmt.

Wer hier nach den lebendigen Schlossgegenständen wie Herrn von Unruh, den Kerzenständer Lumière, Madame Pottine und ihren Sohn Tassilo Auschau hält wird nicht auf seine Kosten kommen. Bei der Originalgeschichte wird das Augenmerk viel mehr auf Tiere im Schloss sowie wundersame Einrichtungsextras gelegt. Außerdem spielen Feen und die wahre Abstammung von der Schönen im Vordergrund.

Auch wenn ich, zugegebener Maßen, zuerst etwas enttäuscht über die großen Differenzen war, konnte mich die wunderschöne Sprache und Stil der Schriftstellerin sowie die märchenhaft magische Geschichte in ihren Bann ziehen. Es bereitete mir nur umso mehr Freude, diese unbekannten Seiten der Geschichte kennen und lieben zu lernen. „Die Schöne und das Biest“ ist wirklich ein toller Märchenklassiker der auf allen Ebenen überzeugt!

Die wunderschönen Illustrationen und interaktiven Details der Designkünstler MinaLima machen „Die Schöne und das Biest“ zu einer ganz besonderen Buchperle die man nicht mehr aus der Hand legen möchte! Falls ihr Liebhaber schön gestalteter Bücher seid, und Geschichten nicht nur lesen sondern erleben wollt, dann solltet ihr hier definitiv zugreifen. (Psst: Eine ebenso wundervoll gestaltete Ausgabe gibt es bereits von „Peter Pan“ und „Das Dschungelbuch“ folgt im Juli!)

Du hast selbst erkannt, dass es dich zärtlich liebt; und es ist weit besser, einen liebevollen Ehemann zu haben, als einen, dessen einziger Vorteil seine schöne Erscheinung ist.

(Seite 91/92)

Niemand anders als du hätte den Mut aufgebracht, sein Wort auf Kosten der eigenen Neigung zu halten oder sein Leben in Gefahr zu bringen, um das des eigenen Vaters zu retten. Und niemand außer dir darf hoffen, dass ihm zur Belohnung ein solches Glück beschieden wird wie das, das dir deine Tugend eingebracht hat.

Seite 114

Fazit

Die ursprüngliche Geschichte des beliebten Märchenklassikers ist zauberhaft und urromantisch zugleich!

★★★★★






Über die Autorin

Die französische Autorin Gabrielle-Suzanne de Villeneuve wurde am 28. November 1685 in Paris geboren. Aus ihrer Feder stammt die Urfassung des Märchens „Die Schöne und das Tier“ die uns heute vor allem durch viele Theater und Filmversionen unter dem Titel „Die Schöne und das Biest“ bekannt ist.


Weitere Rezensionen

Lesestunden | Pan Tau Books | AstroLibrium | Claudias Bücherregal | myBookBlog

Deine Meinung dazu...

3 Kommentare to “{Rezension} Die Schöne und das Biest von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve”

  1. Wieder ein gemeinsames Buch! :) Ich war mindestens genauso überrascht, wie wenig doch die Disneyadaption mit dem Original gemeinsam hat

    Posted by buchperlenblog | 6. Mai 2017, 17:02
  2. Hallo,

    das Buch sieht wirklich toll aus, hatte es schon im Laden gesehen, war mir aber nicht klar, dass das die ursprüngliche Geschichte ist. Werde es mir dann doch vielleicht mal holen. ;)
    Kenne die Geschichte von einer Kinderkassette die ich früher immer gehört habe.

    Liebe Grüße
    Diana

    Posted by kleinewelle | 8. Mai 2017, 20:49
    • Hi Diana,
      ja es ist nicht die Disney Geschichte und ich fand es richtig interessant und spannend das Original-Märchen mal zu lesen.
      Liebe Grüße
      Bella

      Posted by Bella | 9. Mai 2017, 19:24

Kommentar verfassen

Vorschau

Ab dem 18.07.2017

DIY

Letzte SuB-Zugänge

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen